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Kimon M (12.12.1978)
Tiefe: 12 - 30 m
Fahrtzeit: 75 Minuten
Die Kimon M ruht auf ihrer Steuerbordseite, wobei das Vorschiff zum Riff weist. Der Tauchgang beginnt am besten am Heck mit der Schraube und dem Ruderblatt, die beide unversehrt aus dem sandigen Untergrund ragen. Von hier aus schwimmt man um das Heck nach rechts zu den hinteren Aufbauten und passiert die Winden auf dem Achterdeck. Nach den Aufbauten erreicht der Taucher den letzten Laderaum, der massiv beschädigt ist. Zwischen den Trümmern fällt auf der rechten Seite ein riesiger Ersatzpropeller auf, der zwischen den Stahlplatten und verbogenen Trägern festgekeilt ist. In der Nähe liegt der mächtige Schornstein auf dem Grund; der Meeresboden ist mit Trümmern bedeckt. Von der Brücke ist nichts mehr zu erkennen, sie ist völlig zerstört. Interessant ist auch der Maschinenraum. Man erreicht ihn am besten von der Seite durch das offene Lüftungsdach und folgt den Treppen bis tief in den Bauch des Schiffs. Zwischen Stahlträgern liegen die beiden großen Achtzylinder-Schiffsdiesel. Ein weiteres, großes Loch in der Backbordwand verschafft dem Taucher einen zweiten, bequemen Ausgang aus dem Wrack. Der vordere Bereich ist stark zerstört. Die Backbordseite ist an einer Stelle soweit aufgebrochen, dass man meinen könnte, es handelt sich um die eigentliche Laderaumöffnung. Im aufsteigenden Riffbereich schließt sich ein riesiges Trümmerfeld an. Das vordere Mittschiff ist bereits in großem Maße zerbrochen und die Rumpfwände sind stark deformiert. Bisweilen herrschen moderate Strömungen am Wrack, aber auch oft eine starke Brandung am Riff. Die beste Tauchzeit sind die frühen Morgenstunden, dann ist die Sicht am Wrack ist relativ gut; am Nachmittag herrschen zwar bessere Lichtverhältnisse, dafür sind mehr Trübstoffe im Wasser. Bisweilen treten mäßige Strömungen auf; bei starkem Wind ist am Wrack jedoch kein Tauchen möglich

Das Schiff:
Das Schiff ist 105 lang und 14,70m breit und wurde im Jahr 1952 als damals typisches Motorfrachtschiff mittlerer Größe auf der Hamburger Werft H.C. Stücklen gebaut und auf den Namen MF Brunsbüttel getauft. Die zwei 8-Zylinder Dieselmaschinen mit 2940 PS verliehen -auf eine Welle gekoppelt- diesem Schiff eine Geschwindigkeit von maximal 13 Knoten. Nach dem Stapellauf im August 1952, übernahm als erste Reederei die Willy Bruns GmbH in Hamburg das Schiff. 1953 wurde die ehemalige MF Brunsbüttel in Ciudad de Cucuta umgetauft. Danach folgten noch einige Umbennungen, 1964 Angela und 1971 Kimon. Als 1975 die panamesische Reederei Janissos Shipping Co. SA neue Eigentümerin wurde, fand die letzte Umbenennung statt: Nun hieß das Schiff Kimon M.

Der Untergang:
Die Kimon M war am 12.12.1978, mit einer Ladung von 4.500t Linsen, auf ihrem Weg von Iskander/Türkei nach Bombay/Indien, als sie mit voller Geschwindigkeit auf Shaab Abu Nuhas auffuhr. Ein vorbeifahrender Frachter, die Interasja, konnte die Besatzung retten und sicher zum Hafen von Suez bringen. Das Wrack der Kimon M selbst lag noch einige Zeit schräg am Riff, teilweise über Wasser. Mit der Zeit rutschte es immer tiefer,bis es unter der Oberfläche versank.
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